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MIC

GER, München - Soul

MIC

Was ist Soul? Vielleicht mehr als jede andere Musik Ausdruck. Wiedergabe dessen, was einen bewegt, vorantreibt. Soul ist Seelenspiegelung - von innen nach außen.
MIC weiß, was es heißt, sich auszudrücken. Zum Beispiel Musik in Tanz zu übersetzen, sie zu visualisieren. So kann der 23-Jährige auf eine im wahrsten Sinne des Wortes bewegte Vergangenheit als B-Boy bei der Münchner Breaker-Crew Step to Diz zurückblicken, in der er auch heute noch aktiv ist. B-Boying war für ihn schon immer auch eng mit Soul verknüpft. "Das sind die Roots, man tanzt ja immer noch auf Tunes von Aretha Franklin und James Brown. Ich verbinde B-Boying nicht nur mit HipHop, dafür habe ich einen viel zu offenen Geist."
Der Weg vom tänzerisch artikulierten Seelenleben zu intoniertem Soul war für den Münchner B-Boy ein langer, wenngleich auch vorgezeichneter. Einer musikalischen Familie entsprungen entdeckte er schon früh seine Liebe zum Blues: "Was ich auf dem Klavier als allererstes spielen lernen wollte waren Blues und Boogie Woogie. Ich war fasziniert von dieser Einfachheit, dieser Kraft. Ich finde, jeder, der Soul für sich als Ausdrucksform wählt, hat zuerst durch diese Schule zu gehen." Es war nur eine Frage der Zeit, bis Mike zum Mic greifen würde. Jedoch ohne in die Falle verlockender Instant-Plattenverträge mit eingebauter Top-10-Hit-Garantie und Boygroup-Klausel zu tappen. "Ich habe schon viele derartige Angebote in den Wind geschossen. Mich zu prostituieren bevor ich mich selbstverwirklichen darf? Das wollte und konnte ich noch nie."

MIC hat den langen Weg gewählt, was auch der gleichnamige Song erzählt. "Ich hab stets den Leuten, die mir vorschreiben wollten, was ich zu tun und zu lassen habe, den Rücken zugekehrt. Viele meinen zu früh, sie hätten bereits verstanden, worum es im Leben geht, wollen das dann allen anderen aufzwingen und merken dabei gar nicht, wie festgefahren sie doch sind. Der Song soll die Menschen daran erinnern, dass noch ein langer Weg vor ihnen liegt. Wobei ich mich auch selbst zu den Adressaten zähle."
MIC hört lieber auf sich und seine innere Stimme und gibt ungern Verantwortung an Menschen, denen er nicht vollstes Vertrauen schenkt, ab. In dreijähriger, fast autistischer Arbeit entstanden die 15 Tracks seines Debütalbums. Nur zwei Personen gab es, die mit massivem kreativen Input beteiligt waren: MICs Produktionspartner Clemens A.J. Bachmayer aka Om Cleman und David Riter aka Bubu Styles. Zusammen bildeten sie die Kreativzelle, die das Fundament legte für die vielen Live-Musiker, welche dem Gesamtbild den nötigen Feinschliff hinzufügten. MIC ist ein Perfektionist, für den es wichtig war, sich Zeit zu nehmen. "Ich habe diese drei Jahre gebraucht, mich als Künstler zu entfalten. Genau das zu finden, womit ich mich wirklich identifizieren kann. Die deutsche Sprache hat es mir dabei nicht leichter gemacht.
Deutsch ist eine Konsonantensprache, bei der es sehr schwer ist, einen vernünftigen Flow reinzubringen." Doch Außenstehende, die für ihn Texte schreiben, waren für ihn von Anfang an tabu. "Weil das ja nicht von mir kommen und somit auch nicht mich repräsentieren würde."
Was alles nun nicht heißen soll, dass MIC ein notorischer Einzelkämpfer wäre. Der Track "Union" spiegelt seinen Sinn für Gemeinschaftlichkeit wider: "Bist du im Einklang mit mir, dass der Alleingang einsam verliert...“ / "Ich bin kein einzelner Fighter. Bin lieber Teamarbeiter...".
Um in dieser Ellenbogengesellschaft ein Zeichen zu setzen, beschränkt sich MIC nicht darauf, seinen Soul auf das Thematisieren dröger Beziehungsprobleme zu reduzieren, sondern liefert Message, Inhalt, Anregung. "Soul ist eine so starke Musik mit einer so ungeheuren Kraft, die von den Künstlern jedoch viel zu wenig genutzt wird. Mir ist es wichtig, positive Energie zu transportieren, Liebe zu verbreiten. Und: etwas zu erzählen. Wenn zum Beispiel ein Rapper auf drei Alben nur Battletexte bringt, dann sag ich: Okay, du bist der Beste, aber jetzt erzähl mir was."
Es fühlt sich gut an, MIC beim Erzählen zuzuhören, seine Message anzunehmen. Denn die hat es nicht nötig, mit erhobenem Zeigefinger Ratschläge zu erteilen. MIC, selbst gläubiger Christ, vermeidet es bewußt, seine religiös inspirierten Texte durch klar formulierte Richtungsvorgaben zu konkretisieren. "Erkenntnisse, die ich aus der Bibel oder aus meinem Leben gezogen habe, versuche ich allgemein zu formulieren, so dass jeder das auf sich beziehen kann."
Man kann also nur gewinnen, lässt man MIC und seine M-en I-n C-reation in sein Leben treten. He got Soul!!!
Nach einer Vielzahl an Clubgigs 2003 schloss MIC als Support für Erykah Badu ein sehr erfolgreiches Live-Jahr ab. Mic erntete von Publikum, geladenen Medien-Partnern und Erykah Badu selbst Standing Ovations.
Outlandish war so begeistert von dem Multitalent, dass sie ihn kurzerhand als Support für ihre Tour 2003 verpflichteten (11.02. Berlin, 12.02. Köln, 13.02. München, 16.02. Hamburg).
Ebenso Gitarren-Gott Santana ließ es sich nicht entgehen MIC für seine Shaman Tour 2004 als Support einzuladen und sogar zum Teil in seine eigenen Shows einzubinden
(03.07. Aurich, 06.07. Bonn, 10.07. Bocholt, 11.07. Freiburg).
www.mic-music.com

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